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Drittes "Progress Report"-Treffen des NFP 63 in Bern

 

"Ziemlich beeindruckend." Dies war das Fazit von Michael R. Rosen, Mitglied der Leitungsgruppe des NFP 63 zu den bisher erreichten Fortschritten in den insgesamt elf noch verbliebenen Forschungsprojekten. Während zwei Tagen präsentierten die Doktoranden und Post-Doktoranden ihre Ergebnisse, einerseits in Form einer Posterpräsentation, andererseits in kurzen Vorträgen.

​Tatsächlich konnten alle Forschungsgruppen spannende Resultate aus der bisherigen dreijähigen Forschungsarbeit liefern. Davon zeugt auch die Publikationsliste des NFP 63, die mittlerweile 54 Publikationen umfasst, einige davon in renommierten Journals wie Science und Nature.

Sheila MacNeil und Davor Solter, zwei der sechs anwesenden Mitglieder der Leitungsgruppe, traten als Hauptredner auf. Der aus Zagreb stammende, heute in Singapur forschende Davor Solter blickte bei seiner Präsentation auf eine jahrzehntelange Forschungskarriere zurück. Solter untersucht, welche Interaktionen zwischen Erbgut und Proteinen es braucht, damit sich Mausembryonen normal entwickeln können, respektive was passiert, wenn wichtige Proteine fehlen. Solter konzentriert sich dabei vor allem auch auf die sogenannte Methylierung des Erbguts, ein Vorgang, der es ermöglicht, Gene wie ein Schalter an- und abzuschalten.

Sheila MacNeil wiederum eröffnete einen Einblick in die Welt des Tissue Engineering. Sie erklärte, mit welchen Methoden heute Ersatzhaut hergestellt wird. Von dieser Ersatzhaut profitieren vor allem Patienten, die grossflächige Verbrennungen erlitten haben. In den vergangenen Jahrzehnten wurden in diesem Bereich grosse Fortschritte erzielt, trotzdem sind die Ergebnisse bei den Patienten noch weit weg von einer "richtigen" Haut.

Sie hat ausserdem gezeigt, dass das Tissue Engineering mittlerweile auch in anderen Bereichen angewendet wird, zum Beispiel bei Patienten, die eine Hornhautverletzung erlitten haben, etwa nach einem Chemieunfall. Hier gibt es gute Erfolge bei der Regeneration der Hornhaut. Aber auch bei Diabetes-Patienten, die oft unter nicht-heilenden Wunden leiden, konnten die Forscher mit Hilfe des Tissue Engineering gute Erfolge erzielen und die Wunden wieder schliessen. Derzeit laufen auch Untersuchungen, um für Frauen mit einem schwachen Beckenboden neues Gewebe zu erstellen.

Beginn

16.09.2013

Ende

17.09.2013

Ort

Bern

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